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21. Jahrhundert: Lehrer dürfen bald Scanner nutzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hartmut Rieck   
Freitag, den 07. Dezember 2012 um 14:54 Uhr
07.12.2012,  14:30
http://www.chip.de/news/21.-Jahrhundert-Lehrer-duerfen-bald-Scanner-nutzen_59273992.html#

21. Jahrhundert: Lehrer dürfen bald Scanner nutzen

 

Das deutsche Urheberrecht ist um ein Kuriosum ärmer: Lehrer werden künftig nicht mehr gezwungen, nur analog zu arbeiten. Außerdem wird der massiv kritisierte Schultrojaner nicht eingeführt werden. Im Gegenzug erhalten die Schulbuchverlage mehr Geld vom Staat.

Scanner gehören seit rund einem Jahrzehnt zum Büro-Alltag, Musik und Filme werden digital distribuiert und Beamer oder Whiteboards sind aus dem modernen Unterricht nicht mehr wegzudenken. Aber dennoch gilt für deutsche Lehrerinnen und Lehrer nach wie vor ein Gebot aus dem letzten Jahrtausend: Wer Artikel aus Schulbüchern einscannt, macht sich strafbar. Wer die Bücher hingegen auf den Kopierer legt, handelt gesetzestreu.

Andererseits haben längst nicht mehr alle Klassenzimmer anachronistisches Equipment wie Overhead-Projektoren und von den Kultusministerien der Länder wird massiv der verstärkte Einsatz von Whiteboards im Unterricht gefordert. Dieses unvereinbare Spannungsfeld zwischen ministeriellem Anspruch und Urheberrecht machte in den letzten Jahren immer mehr Lehrer zu unfreiwilligen Gesetzesbrechern. Doch im Jahr 2013 soll damit nun endlich Schluss sein.

 

Verlage trennen sich vom Trojaner, Länder trennen sich von Millionen


Die Kultusministerkonferenz und der Verband der Schulbuchverlage sowie die Verwertungsgesellschaften VG Wort, VG Bild-Kunst und VG Musikedition einigten sich am gestrigen Mittwoch auf einen neuen Urheberrechtsvertrag, der es Lehrkräften erstmals erlaubt, Ausschnitte aus Schulbüchern zu digitalisieren. Die Obergrenze liegt dafür liegt bei 10 Prozent, jedoch maximal 20 Seiten, eines Werkes.

Diese längst überfällige Neuerung der Verwertungsrechte macht damit auch eines der unpopulärsten Projekte der Schulbuchverlage überflüssig: Der sogenannte Schultrojaner, der Lehrer-PCs nach illegal eingescannten Schulbuch-Texten durchforsten sollte, wird nicht eingeführt werden. Die im Geheimen ausgehandelten Pläne für die Spionage-Software hatten nach Bekanntwerden bundesweit für massive Empörung gesorgt.

Ihre Sorge, dass durch die Lockerung des Urheberrechts weniger Schulbücher verkauft werden könnten, lassen sich die Verlage von den Ländern durch höhere Zuwendungen nehmen: Die diesjährige Vergütung in Höhe von 7,8 Millionen Euro, die Lehrern nur analoges Kopieren gestattete, wird mit der Erlaubnis des Digitalisierens auf 9 Millionen im Jahr 2013 steigen. (cel) Quelle: Chip.de, 07.12.2012, 14:30 Uhr

 

http://www.chip.de/news/21.-Jahrhundert-Lehrer-duerfen-bald-Scanner-nutzen_59273992.html#

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. Dezember 2012 um 14:57 Uhr